Vereinsgeflüster
!
Aus der Festschrift 50 Jahre Angelsportverein Offenbach am
Main 1919 e.V.
Wussten Sie schon ……
….dass das erste Zusammentreffen unserer
Vereinsgründer schon am 4. Oktober 1919 war und dies der
eigentliche Geburtstag des ASV-Offenbach ist.
….dass 1938 unser Mitglied und Gönner des Vereins
Ph. Bretsch sowie Hans Winter 1968 das Kunststück fertig
brachten, nach 3 Tagen Vereinszugehörigkeit Anglerkönig zu
werden. Beide an der Kinzig mit je einem Hecht.
….dass dagegen unser Mitglied K. Hainke nach
zweijähriger Angeltätigkeit nur einen einzigen Fisch fing,
allerdings einen Zander von 3,6 kg.
….dass in den schweren Nachkriegsjahren die
Sportkameradschaft so gut war, und aufgrund der
Lebensmittelknappheit die gefangenen Fische unter allen
anwesenden Vereinsmitgliedern am Wasser gleichmäßig
verteilt wurden.
….dass unser Mitglied Lämmlein freiwillig und
kostenlos den gesamten Altarm der Kinzig ausbaggern wollte.
….dass er heute noch baggert!
….dass an einem Himmelfahrtstag nachdem der Vatertag
ergiebig gefeiert worden war unser Vorstand mit dem Floß im
kleinen Wasser in Dettingen absoff. An Bord befand sich
auch eine Vereinsixe, die bis zum Hals im Wasser stand.
Frau Götting sucht noch heute einen ihrer Schuhe.
….dass das Dettinger Gewässer voller Tücken ist,
denn an einem Buß- und Bettag wollte die Vorstandsgruppe
Zeit sparen, um rechtzeitig zum Schlummertrunk zu kommen
und begab sich mit 4 Mann auf das Floß. Auch diesmal ging
es schief. Willi Geyer fand man erst später schwimmend
mitten im See, Willi Krautschneider erreichte gerade noch
die Schilfbank, der Rest, darunter Oskar Kühnle und der
Gewässerwart Walter Mack, erreichten ohne Gefahren das
rettende Floß. Das Umkleiden geschah beim Schwabenhansel,
der heute noch seinen ausgeliehenen Hochzeitsanzug sucht.
….dass in Dettingen schon Hans Joachim Kulenkampff
und der Sänger 0. Stern von den städtischen Bühnen
Frankfurt/M. im Krottenloch (Dettingen) gefischt haben.
Hier geschah das Unglück zu Lande. Auf dem Heimweg fuhren
sie mit den Mitgliedern Hch. Görich und Hans Kramer einen
funkelnagelneuen Citroen zusammen. Zur damaligen Zeit waren
an den Straßenrändern hochkant. Eisenbahnschienen als
Abgrenzung eingerammt. Eine dieser Schienen benützten sie
als Sprungschanze und landeten mit dem Dach nach unten im
Acker. Alle Insassen blieben unverletzt.
und Lämmlein baggert immer noch
….dass die Jäger aus dem Kreise Aschaffenburg
jährlich einmal ihre Hundedressurprüfung an der Tongrube
durchführen. An einem schönen Angeltag waren sie wieder da
und auf das waidmännische Kommando „Such die Quack"
erwischte ein Hund den Sportfreund Broich am Bein und ein
anderer Hund den Sportfreund Ruhland sogar am
Allerwertesten!
….dass an einem Karfreitag beim Bau des Angelsteges
im Krottenloch der Sportfreund Zach Sen. ins Wasser fiel.
Durchnässt und ohne genügend Ersatzkleider verlangte er
nach seinem Mittagessen. Linsensuppe, aber die war der
mitgebrachten Köchin beim Heißmachen vom Rost gerutscht und
lag auf dem Acker. Dafür wurde der Topf ohne unser Wissen
mit Dettinger Wasser aufgefüllt und dies dann als
Kraftbrühe heiß serviert. Hat auch geschmeckt!
….dass es an der Kinzig auch munter zuging. Hier
hatte der Sportfreund Polzin mit Familienanhang vor Jahren
eine Aalräucherei eingerichtet und im Laufe eines Sommers
weit über 300 Aale gefangen und geräuchert. So fischreich
sind unsere Vereinsgewässer.
….dass bei einem Preisfischen an der Kinzig unser
Gewässerwart Willi Röder dem Sportfreund Zach einen Hecht
von 49cm Länge ins Wasser zurücksetzte, da er untermassig
sei, dabei hatte der Hecht beim Anblick des Gewässerwartes
nur sein Genick eingezogen und verlor dadurch zwei
Zentimeter seiner Gesamtlänge.
….dass bei einem internationalen Preisfischen in
Hanau am Main, bei dem eine Mannschaft von Luxemburg mit am
Start war, unsere Mannschaft des ASV Offenbach den l. Preis
errang. Folgende Mitglieder waren in der Mannschaft u. a.
vertreten: Maul sen., Maul jun., Blum, Winkelmann, Rudolf
Zach und Manfred Zach. Maßgeblichen Anteil an diesem Sieg
hatte unser damaliges Jugendmitglied Manfred Zach, mit
einem stattlichen Hecht für das Endergebnis.
….dass man sich beim Fischen einen Halswirbel
ausrenken kann, wie es unserem Sportfreund Röder an der
Kinzig erging, als er unter Wasser einen Hecht aus einem
Weidenbusch löste.
Die Folge; 4 Wochen Gipsverband um den Hals.
….dass Kochtopfdeckelfischen sehr interessant sein
kann. Aus Jux machte Sportfreund Röder dem schlafenden
Vereinsmitglied Emmerich einen Kochtopfdeckel an die Angel
und beförderte ihn weit ins Wasser. Emmerich drillte den
Deckel über längere Zeit und rechnete mit einem Hecht von
über 20 Pfund und Röder stand schon mit dem Köcher dabei.
Diese Enttäuschung.
Machen Sie es einmal nach!
….dass unser ehemaliges Mitglied Winkelmann nach
einer durchzechten Nacht nach dem Anglerball beim
Frühschoppen, am Wasser in Bürgel mit einem einzigen
Rotzbarsch (Mainkönig) 2 Hechte fing. Der zweite Hecht wog
nicht weniger als 22 Pfund und hatte eine Länge von1,28 m.
Es dürfte einer der größten Hechte gewesen sein, die in den
letzten Jahren dort gefangen wurden.
….dass unser nach Wertheim übergesiedeltes Mitglied
Rosenblath an einem Sylvestertag in Bürgel auf dem Floß
einen Fisch an die Angel bekam, der ihn mehrere Stunden auf
der Kiesgrube umherzog. Als ihm die Landung des Fisches
geglückt war, hatte er einen 34 pfundigen Karpfen mit dem
Blinker an der Schwanzflosse erwischt.
….dass der Sportfreund Heini Maul seine größten
Karpfen, die er in Bürgel fängt, behutsam nach Heusenstamm
transportiert, dort wieder einsetzt um das Blut unter den
Veteranen der Karpfen dort aufzufrischen.
und Lämmlein baggert immer noch
….dass es einem ausgetragenen Fischer, wie z. B.
unserem ehrenvollen Mitglied Hans Kramer gelingen konnte,
seine liebe Gattin, die bis dato nur von Sardellen,
Sardinen und Heilbutt wusste zu einer Sportfischergattin zu
machen. Es gelang ihr in Svänsa in Schweden sämtliche
Sportfischer der ABU-Fischerei-Gerätefabrik zu beschämen,
weil sie als einzige Sportfischerin einen kapitalen
Schwarzbarsch von 7 Pfund fing, während die Herren leer
ausgingen.